

Schulung für asthmabetroffene Kinder und Jugendliche und ihre Familien im Christlichen Kinderhospital Osnabrück. Seit 1988 gibt es siebenmal im Jahr den „Luftiku(r)s” als teilstationäre Kurzwoche für jeweils sechs Familien.
Es gibt Kurse für Vorschul- und Schulkinder und für Jugendliche. Auch eine über die Kurswoche hinausgehende psychosoziale Nachbetreuung ist möglich.
Asthma-Elternseminar: Das Asthma-Elternseminar wendet sich an Eltern von Kindern unter 5 Jahren. Termine auf telefonische Anfrage.
Kursanmeldung:
Die Anmeldung zu den einzelnen Kursen erfolgt telefonisch unter der neben stehenden Telefonnummer bzw. Email-Adresse.
Wichtig:
Nach Eingang der Anmeldung werden Sie für den gewünschten Kurs vorgemerkt, d.h. es handelt sich nicht um eine verbindliche Anmeldung. Bitte nehmen Sie telefonischen Kontakt mit uns auf (Tel. 05 41 7000-6207), da einige Fragen im Zusammenhang mit der Kursteilnahme vorab geklärt werden müssen.
Das Asthmaschulungsteam Luftiku(r)s führt seit 1988 am Kinderhospital Osnabrück, seit dem 1. Juli 2011 am Christlichen Kinderhospital Osnabrück Schulungskurse durch. Im Team arbeiten Vertreter verschiedener Disziplinen (Ärzte, Psychologen, Kinderkrankenschwestern) mit.
Die Erkrankung Ihres Kindes belastet und fordert die gesamte Familie. Deshalb halten wir es für wichtig, dass die Kinder bzw. Jugendlichen beim Kurs durch die Eltern begleitet werden. Gefördert werden soll ein besseres Verständnis der Familienmitglieder untereinander sowie der Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Familien.
Im Familieneingangsgespräch zu Beginn eines Kurses treffen die Familienmitglieder auf den Arzt/die Ärztin und die Psychologin, um ihre Erwartungen an den Kurs zu formulieren. Im Familienabschlussgespräch zum Kursende wird darüber gesprochen, wie die im Kurs vermittelten Fähigkeiten und Erfahrungen auf die familiäre Situation angewendet werden können.
In den Schulungskursen beschäftigen sich die Kinder bzw. Jugendlichen u.a. mit Fragen wie
Im Asthma-Elternseminar geht es u.a. um
Charakteristisch für das Asthma bronchiale ist die erheblich gesteigerte Reaktionsbereitschaft des Bronchialsystems auf die unterschiedlichsten Reize der Umwelt. Mediziner nennen dies Hyperreagibilität. Sie ist Folge einer chronischen Entzündung, die unabhängig von Viren und Bakterien abläuft. In der Bronchialschleimhaut bilden sich vermehrt Entzündungszellen, die ständig Vermittlersubstanzen (so genannte Mediatoren) freisetzen. Diese führen zu Veränderungen an der Schleimhaut und locken außerdem ständig neue Entzündungszellen an. So entsteht ein dauernder Kreislauf. Die chronische Entzündung entsteht vor dem Hintergrund einer angeborenen Veranlagung. Die Asthmabeschwerden müssen nicht unbedingt sofort nach der Geburt oder im Säuglingsalter beginnen, sondern können erst im Laufe des Lebens entstehen, manchmal auch erst im Erwachsenenalter.
Bestimmte Faktoren der Umwelt (wie z.B. Ozon, Stickoxide, Schwebstaub) können dazu führen, dass die Empfindlichkeit der Bronchien gesteigert wird. Surftipp: www.allum.de
Bei ALLUM (Informationsangebot Allergie- Umwelt - Gesundheit) finden Sie ausführliche Beiträge zu Asthma und zu Themen der Umweltmedizin wie z.B. Hausstaubmilben oder Schadstoffe in Nahrungsmitteln.
Reize, die die Hyperreagibilität verstärken bzw. Symptome auslösen, sind so genannte Auslöser. So können z.B. Viren oder der Staub der Hausstaubmilben in der Schleimhaut der Bronchien Vermittlersubstanzen freisetzen (u.a. das Histamin), die Symptome auslösen: Schwellung der Bronchialschleimhaut, Bildung von zähem Schleim, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur. Durch diese Reaktion kommt es zu einer Verengung, die sich beim Ausatmen stärker als beim Einatmen auswirkt. Die erschwerte Ausatmung hat zur Folge, dass zu viel Luft am Ende der Ausatmung in der Lunge zurückbleibt und eine Überblähung entstehen kann. Dadurch kann bei der Einatmung nicht genügend frische, sauerstoffhaltige Luft in die Lunge gelangen und es kommt zum Gefühl der Luftnot.
Die Weltgesundheitsorganisation hat empfohlen, das Asthma in 4 verschiedene Schweregrade einzuteilen:
Hier stellen wir euch das Luftiku(r)s-Schulungsteam am Kinderhospital Osnabrück vor.

Hallo, ich bin Lufti und 5 Jahre alt. Außerdem habe ich Asthma. Ich mache jeden Luftiku(r)s mit, weil ich immer so viel vergesse. (Die Kinder sagen mir dann manchmal vor.) Meine Hobbys sind faulenzen, toben und spielen. Ich esse unheimlich gerne Pommes rot/weiß. Was ich nicht so gerne mache ist aufräumen. So, jetzt hast du mich schon ein bisschen kennen gelernt und ich bin schon gespannt auf dich, wenn du uns im Luftiku(r)s besuchst.

Mein Name ist Sylvia Lindner. Ich bin Kinderkrankenschwester im Kinderhospital Osnabrück. Seit 1997 arbeite ich im Luftiku(r)steam als Asthmatrainerin und bin für die Organisation der Kurse verantwortlich. Es macht mir sehr viel Spaß zusammen mit Lufti über Asthma zu berichten. Ich bin verheiratet. Wir haben drei erwachsene Kinder und wohnen in Bad Iburg. In meiner Freizeit treibe ich Sport, lese viel und male gerne.

Ich heiße Barbara Ollefs und arbeite seit 1999 als Dipl.-Psychologin, Asthmatrainerin und Familientherapeutin mit im Luftiku(r)steam. Der Luftiku(r)s bietet Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern die Möglichkeit, mehr Sicherheit und Eigenständigkeit im Umgang mit dem Asthma zu entwickeln und mit möglichen asthmaverbundenen Belastungen leichter umgehen zu können. Meine Aufgabe sehe ich darin, die bereits vorhandenen familiären Kompetenzen zu fördern und Hilfestellungen bei der Umsetzung der Luftiku(r)serfahrungen in den familiären Alltag anzubieten. Ich esse wie Lufti gerne Würstchen, aber auch Eis. Meine Hobbies sind Gartenarbeit, Sport, Kochen und Lesen.

Ich heiße Thomas Lob-Corzilius und arbeite als Oberarzt am Christlichen Kinderhospital Osnabrück.

Hallo, ich heiße Susanne Büsing und arbeite seit 2003 im Kinderhospital als Oberärztin. Seit 2004 arbeite ich im Luftiku(r)steam als Asthmatrainerin mit, was mir sehr viel Spaß macht. In meiner Freizeit fahre ich gern Fahrrad, übe manchmal Inliner zu fahren (allerdings mit Schwierigkeiten beim Bremsen) und lese gern.

Ich heiße Angela Eberding und bin Pädagogin und Familientherapeutin. Seit 1998 arbeite ich in der Tagesklinik und im Luftiku(r)steam am Kinderhospital. Es macht mir viel Spaß, ein Mal im Jahr die Gruppe der „Luftis“ und ihre Eltern durch einen Kurs zu begleiten und einige ihrer Fragen über und um das Asthma mit zu beantworten. Ich habe eine fast erwachsene Tochter. In meiner Freizeit reise ich viel, lese, arbeite in meinem Garten und tanze argentinischen Tango.

Ich heiße Jörg Stade und bin 2005 als Assistenzarzt ans Kinderhospital gekommen. Im Christlichen Kinderhospital arbeite ich nun als Funktionsoberarzt. Ich helfe als Asthmatrainer gerne mit, Kinder und Eltern in ihrem alltäglichen Umgang mit Asthma zu unterstützen. Meine Hobbys sind Joggen, Reisen und - Hausstaubmilben jagen...
Weitere Mitarbeiter des Luftikurs-Teams: Annika Burrichter, Sylvia Haas, Michael Thorwesten
Jeder Mensch braucht Luft zum Leben, die ein- und ausgeatmet wird. Die Luft wandert durch Nase und Mund durch die Luftröhre zu den beiden Lungenflügeln, die in deinem Brustkorb sitzen.
In den Lungenflügeln befinden sich die Bronchien. Es handelt sich dabei um ein immer feiner werdendes Röhrchensystem, in das sich die Luft verteilt.
Der Sauerstoff aus der Luft wird von den feinsten Bronchien an dein Blut abgegeben. Das Blut transportiert den Sauerstoff zu den einzelnen Zellen, wo er verbraucht wird.
Wie die gesunde Bronchienröhre arbeitet, erfährst du im nächsten Teil!
Stell dir mal vor, der Lufti kann zaubern und er verzaubert dich in Luft: Jetzt wanderst du als Luft durch eine Bronchienröhre, wie auf dem Bild oben! Wenn die Bronchienröhre gesund ist, wanderst du locker und ohne Hindernis durch die Röhre. Aber wenn du Asthma hast und die Bronchienröhre nicht gesund ist, klappt das nicht mehr so gut - lies weiter auf der nächsten Seite!


Schau dir jetzt mal das Bild unten an: Lufti stopft Decken und Kissen in die Bronchienröhre und außerdem drückt er die Röhre auch noch von außen ein wenig zu, so dass sie an der Stelle, wo der rote Pfeil nach unten zeigt, noch enger wird. Jetzt bleibt der Luft kaum noch Platz zum Hindurchgleiten.
Genau das passiert, wenn ihr Luftnot bekommt: Der Platz für die Luft in den Bronchienröhren wird total eng. Die Luft wandert gut in die Lunge hinein, kann aber nicht wieder gut hinaus. Das ist wie bei einem aufgeblasenen Luftballon, den man oben zuhält. So entsteht Asthma!
Was sind "Die drei Dicken"?
Bei Luftnot entstehen in den Bronchienröhren "Die drei Dicken": Rechts auf dem Bild siehst du den Querschnitt durch eine Bronchienröhre. Das ist als ob man mit dem Messer eine Scheibe von einer Bronchienröhre abschneidet, so wie bei einer Salami.
In der Mitte siehst du etwas Weißes, das ist der Teil im Inneren der Bronchienröhre, wo die Luft hindurchwandert. Das Graue ist Schleim, das Hellrote die Schleimhaut und ganz außen befinden sich die Muskeln.
Wenn du Luftnot bekommst, entsteht in den Bronchien immer mehr dickflüssiger Schleim und außerdem verdicken sich die Muskeln, so dass noch weniger Luft durch die Röhre passt, wie bei dem Bild oben, wo Lufti von außen auf die Bronchienröhre tritt. Hier siehst du den Unterschied zwischen einer gesunden Bronchienröhre und einer verengten Bronchienröhre bei Asthma:

Auslöser (einer alleine oder mehrere zusammen) bewirken Luftnot. Manche Auslöser wirken sofort. Manchmal dauert es Stunden, bis der Körper reagiert. Jedes Kind hat andere Auslöser. Bei manchen Kindern sind es Hausstaubmilben, Pollen oder Erkältungen. Bei anderen sind es Tierhaare, kaltes Wetter usw.
Der Arzt versucht, mit dir und deinen Eltern deine Auslöser herauszufinden. Dazu führt er ein Gespräch und nimmt körperliche Untersuchungen vor. Zu den Untersuchungen gehören Hauttests, Blutuntersuchungen, Lungenfunktionsüberprüfungen und manchmal auch Röntgenaufnahmen. Manchmal wird auch ein Allergietest durch Einatmen von Pollen oder Milbenstaub gemacht.
Wenn du deine Auslöser kennst, kannst du mit deinem Asthma viel besser fertig werden, weil du dann auch lernen kannst, sie möglichst zu vermeiden.
Asthma und Sport, Geht das überhaupt? Klar geht das!
Durch den Sport kann man Kraft und Ausdauer trainieren, die Koordination von Atmung und Bewegung verbessern und ökonomisieren, die Geschicklichkeit und so einiges mehr trainieren, außerdem hat man ganz viel Spaß.
Mit Sport ist kein Leistungssport gemeint, sondern alles was euch Spaß macht, z.B. Schwimmen, Rad fahren, Ballspiele, Inliner… aber auch Leistungsport kann man mit Asthma betreiben. Aber ganz egal was für einen Sport und wie intensiv ihr ihn durchführt, es gibt wichtige Verhaltenregeln, die jeder einhalten sollte:


1. konsequente Dauertherapie
2. regelmäßige Selbstbeurteilung ( Peak-flow-Meter)
3. Dosier-Spray ( Sport-Spray) dabei haben
4. Kaltstart vermeiden – lange Aufwärmphase min. 15-20 Minuten, ganz langsam beginnen.
5. Ruhepausen mit Atemübungen und der Lippenbremse
Wenn ihr mehr erfahren wollt, besucht uns mal in den Asthmasportgruppen oder im Luftiku(r)s!
Schulungszentrum Bereich Asthma
S. Lindner
Telefon: 0541 7000-6207
E-Mail: s.lindner@ckos.de
Christliches Kinderhospital Osnabrück
Johannisfreiheit 1 · 49074 Osnabrück
E-Mail: info@ckos.de
Zentrale Nummer 0541 7000-6000
Ambulanzen 0541 7000-6130